Über uns

Tja, was gibt es über mich zu sagen?
Vielleicht lesen Sie erst die Texte zu meinen Tieren (hier nachfolgend) und zu den Bildern in der Galerie und unter A-Wurf. Die jeweilige Slideshow stoppt zum besseren Lesen, wenn Sie auf das Foto tippen.
Wenn Sie das alles gelesen haben (Hut ab!), dann - denke ich - wissen Sie sicher auch schon so einiges über mich. :-)

Und sonst:
Ich lebe mit meinen Tieren in Windeby, einem kleinen Dorf nahe Eckernförde, zwischen Ostsee, Schlei und Windebyer Noor. Das Buttermoor, das uns seinen Namen spendiert hat, liegt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und wird von uns nahezu täglich umrundet. Daher war es klar, dass es "zu Ehren" kommen soll.
Auf den Wiesen direkt hinter unserem Garten sagen sich im wahrsten Sinne des Wortes Fuchs und Hase "Gute Nacht".  Dort äsen die Rehe, kreist der Fischadler und rufen die Kraniche. Meine Hunde leben in täglicher Sichtweite von Wild und den Schafen des Nachbarn auf der anderen Seite des Zaunes. Man schaut, man guckt....und geht seiner Wege... man kennt sich halt.

Ich lebe von Kindesbeinen an mit Tieren, vor allem Hunden und Katzen, und kann mir nur schwer vorstellen, dass es auch ohne gehen könnte. Viele Jahre haben zugleich zwei bis drei Hunde und ebensoviele Katzen mit mir das Haus geteilt.
Im Jahr 2002 erfüllte sich mein Herzenswunsch: mit der "Rübe", Donje vom Fehntjer Meer (siehe unten), zog mein erster Hovawart ein. Und seitdem lebt immer mindestens einer bei mir, denn ein Leben ohne Hovawart ist möglich, aber sinnlos (frei nach Vicco von Bülow alias Loriot, dessen Herz für Möpse schlug - ein kluger Mann).
Meine Hunde sind meine Familie. Das macht die Tiere nicht zu Menschen und mich nicht zum Hund, aber ich versuche, jeden Tag so zu leben und zu gestalten, dass durch ein verständnisvolles Miteinander das Zusammenleben für alle ein möglichst entspanntes, fröhliches und abwechslungsreiches ist.

Ich bin Mitglied der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V. (HZD), einem der zuchtbuchführenden Hovawartvereine im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH, www.vdh.de)

Tja, so viel über mich. 
Und nun zu den wirklich interessanten Dingen: meinen Tieren.....  

- ÜBER MEINE TIERE - 

Caatje


Caatje trägt offiziell den Namen „Casey vom Hof Mönkenbrook“. 
Bei mir heißt sie unter anderem außerdem auch Pippilotta, Schnuppe, Mausgemaus oder Krabbsel..... nur EIN Name wäre auch zu wenig für diese umtriebige Hummel....
Auf dem wunderschönen namensgebenden Hof in der Nähe von Elmenhorst wurde sie am 10.06.2018 zusammen mit 6 Welpengeschwistern (3 Rüden, 3 Hündinnen) bei ihrer Züchterin Dagmar Niemeyer-Reeckmann geboren und durfte ihre ersten Lebenswochen dort unter den besten denkbaren Bedingungen verbringen. Caatjes Mutter ist Aura von der Schwalewiese (Caja), der Papa Baki vom Silberdistelwald (Näheres zu den beiden in der Galerie).
Auf Hof Mönkenbrook inmitten von Feldern und Wiesen leben neben den Menschen, groß und klein, Tiere verschiedenster Art: Rinder, Pferde, ein eigenes „Altenheim“ für Seniorentiere, Caatjes Halbschwester Akira vom Hof Mönkenbrook (Kira) aus dem A-Wurf von Caja - ein Hundeleben wie aus dem Bilderbuch, das ich ab Caatjes dritter Lebenswoche jedes Wochenende miterleben durfte (DANKE, Dagmar!).
Am 08. August 2018 ist die Maus dann umgezogen zu uns nach Windeby ans Buttermoor. Von Sidan (siehe unten) und dem Ännchen (siehe unten) wurde sie etwas überrascht empfangen, aber bereits nach wenigen Tagen als vollwertiges neues Familienmitglied akzeptiert. 
Ich bin der festen Überzeugung, dass Caatje unter anderem deswegen dieser unglaubliche Hund geworden ist, der sie heute ist, weil die beiden Althunde so instinktsicher die Erziehung der kleinen Hoviline mitgestaltet haben. Jeder der beiden hat auf die ihm eigene Weise einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Knirpsin das Hunde-1x1 von Grund auf gelernt hat.
Ännchen hat hingebungsvoll mit Caatje gespielt, ohne jemals grob zu werden, ihr dabei viel gestattet und durchgehen lassen. Mit unglaublichem Langmut hat sie sich an den Ohren zerren und die scharfen Milchzähne ihr Brustfell löchern lassen sowie einen Großteil ihres geliebten Korbes an das kleine nervige Wesen abgetreten. 
Sidan hingegen hat voller Ruhe und Konsequenz Caatje Grenzen und Respekt beigebracht. Nie war er unangemessen ruppig und dennoch hat die Maus blitzschnell verstanden: nicht anrempeln, nicht an den Ohren zerren, nicht in die Pfoten beißen, nicht lautstark anbellen.... alles klar. Darüber hinaus war Sidi der Maus ein liebevoller "Opa", der ganz vernarrt in den Familienzuwachs war.
So hatten beide Althunde spät im Leben noch eine völlig neue Aufgabe gefunden, die sie beide hingebungsvoll ausgefüllt haben: Caatje hat das hündische ABC perfekt von ihnen gelernt.

Und ich? Was war und ist meine Aufgabe mit der Hoviline?
Ich bin für das menschliche 1x1 zuständig. Für einen Hund ist dieses ja zunächst einmal ein Buch mit 7 Siegeln, eine Fremdsprache, die er aber bereit und gewillt ist zu lernen, denn er möchte gerne mit dem Menschen leben. Das Ergebnis eines langen Evolutionsprozesses.
Ich zeige Caatje also,  welche Regeln für Hunde in der Welt des Menschen gelten, die einem Hund so rätselhaft ist. 
Ich schütze sie vor Dingen, die sie als (kleiner) Hund noch nicht als gefährlich erkennen kann.  
Ich gebe ihr Halt im Hintergrund bei selbständigen Erkundungen und Erfahrungen. 
Ich gebe ihr die Sicherheit, darauf vertrauen zu dürfen, dass ich für sie regele, was ein Hund in der Welt des Menschen nicht selber klären kann (und auch nicht sollte). 
Kurzum: ich versuche, ihr all das mitzugeben, von dem ich denke, dass es der Maus ihr Leben lang ein freies, spannendes, artgerechtes, fröhliches und freundschaftliches Miteinander mit mir als einem Partner, der unser Team leitet, ermöglicht.
Und Caatje macht es mir sehr leicht. Sie ist so intelligent, so flink, so wissbegierig, dass sie jegliche Art von Input aufsaugt wie ein Schwamm. Da muss Mensch sich bremsen, damit er den kleinen Hund nicht überfordert. 

Unter dem Strich kann ich Caatje bis heute anbieten, was ich will: sie begeistert sich für alles. Sie ist dabei sehr fokussiert, scheint manchmal meine Gedanken im Vorwege lesen zu können und strahlt vor Freude über jegliche Aufgabe. Caatje liebt Obedience ebenso wie Distanztraining, THS, RO, Nasen- und Sucharbeit oder Tricks verschiedenster Art. Sie macht jeden „Unfug“ mit und hat ihren Spaß dabei (und ich natürlich auch.....). Sie ist sensibel, verschmust und zeigt doch in entsprechenden Situationen "den Hovawart in ihr": wachsam, aufmerksam, bereit. Obendrein ist sie übrigens auch noch eine Schönheit...
Caatje ist lieb und umgänglich zu Mensch (egal, ob groß oder klein) und Tier (egal, ob groß oder klein). Sie ist von unglaublich reinem offenen Wesen, mit einem kleinen Schalk im Nacken, der einen immer wieder herzlich über sie lachen lässt. 
Ich könnte unentwegt von diesem Schatz schwärmen, der den Weg zu mir gefunden hat..... 
Es erübrigt sich dabei fast zu erwähnen, dass Caatje ihre Begleithundeprüfung (im Oktober 2020, beim Hundesportverein Schleswig e.V.) als Tagesbeste mit Traumergebnis bestanden hat.
 
Was soll ich noch sagen: Caatje ist eine Traumhündin, eine Traumteampartnerin, ein Traumhovawart.... und genau deshalb wird sie hoffentlich die Mutter der ersten Welpen vom Buttermoor werden....

Ännie


Das Ännchen..... das Ännchen ist ein ganz besonderer Hund. 
Ihre Mutter war eine Deutsche Dogge, ihr Vater ein Labrador. Ännchens erste Familie hat sie in Kenntnis dieser Elterntiere im Frühjahr 2011 abgegeben, als der junge Hund ein gutes Jahr alt war, weil sie so arg groß wurde. So kam das Ännchen - damals noch mit einem anderen Namen - zu uns. In einen Hovawarthaushalt. Sie war verwirrt, verängstigt und absolut überfordert. Von nahezu allem. Auch davon, ein Hund zu sein.
Das ist lange her. 
Das große Ännchen mit dem riesigen Herzen für alles und jeden hat sich widerspruchslos den Hovawarten untergeordnet und seinen Platz in der zweiten oder dritten Reihe des Familienhaushalts eingenommen. Das ist überhaupt nicht nachteilig; es ist einfach ihr Platz - dort fühlt sie sich wohl und sicher. Ännchen ist kein „Macher“, kein „Entscheider“. Ännchen ist die „Kümmerin“, die „Krankenschwester“, „die Gouvernante“, der wichtig ist, dass es allen gut geht. Die fix nervös wird, wenn sie das Gefühl hat, es stimme womöglich etwas nicht. Alles muss bitte stets sein wie immer. Keine Katastrophen, keine Unwägbarkeiten. Davon hatte sie offenbar in ihrem ersten Leben genug für den gesamten Rest. 
Ein paar kleine Baustellen aus dem ersten Lebensjahr haben Ännchen und ich nicht abarbeiten können. Da ploppt dann immer noch mal etwas hoch - alte Ängste vor bestimmten Dingen. Davor muss das Ännchen geschützt werden und das lässt sich auch gut managen. Traurig ist nur, dass all die Jahre es nicht vermocht haben, auch diese letzten schlechten Erinnerungen zu tilgen.
Ännchen drängt sich - trotz ihrer Größe - eigentlich nicht in den Vordergrund. Aber wenn, dann lautstark, und es geht dann nur um eines: Fressen... Sie ist halt ein halber Labrador...... mit den ständigen Bedenken, noch im hohen Alter womöglich urplötzlich dem Hungertod anheimzufallen (weil es doch tatsächlich nur zwei Mahlzeiten am Tag gibt...  ;-)   ).

Cody


Das Leben findet statt, während Du gerade ganz andere Pläne machst....
Ich bin ziemlich gut im Planen, Durchdenken, Abwägen, noch einmal Drüberschlafen und dann irgendwann entscheiden....
Das Leben hat hingegen seinerseits entschieden, tatsächlich einfach stattzufinden, und es hat am 23. März 2022 den kleinen Cody von den Fröruper Bergen (hovawarte-von-den-froeruper-bergen.de) einfach von einem Foto vollkommen ungeplant - und ohne mich groß zu fragen - direkt in mein Herz hüpfen lassen. Mittlerweile kennen Cody und ich uns auch höchstpersönlich und wir waren uns sofort ausgesprochen sympathisch ... und nun wird der kleine Codybär am 23.04. kurzer Hand zu uns ans Buttermoor ziehen. 

Das Jahr 2022 ist offenbar das Jahr mit großen Veränderungen in meinem Leben. 
Es stellt mir von Jahresbeginn an viele Aufgaben und offenbart mir mögliche Perspektivwechsel. Ich darf lernen aus schweren Enttäuschungen, ich darf gespannt sein auf unerwartete tolle berufliche Veränderungen, ich darf hoffen auf einen wundervollen A-Wurf mit Caatje und nun darf ich auch noch durch Cody üben, spontan, ein bisschen verrückt und und etwas planlos zu sein.... 
Ich finde, das sind verdammt gute Aussichten.

Wir freuen uns hier sehr auf Dich, kleiner Codymann!!!!! 

Update 13.05.2022 - der kleine Codybär lebt nun seit 3 Wochen bei uns am Buttermoor und ist soooo klein gar nicht mehr. Insbesondere sein Schalk und sein Forscherdrang sind mächtig gewachsen, und es gibt nahezu nichts, das ihn in seiner jugendlichen Experimentierfreude schreckt. Lediglich den laufenden Rasenmäher findet er ziemlich gruselig, während er ihn im Ruhezustand aber gerne genauestens untersucht. Ich finde ja auch, er muss seine Knopfnase nicht überall reinstecken, aber da arbeiten wir noch an einer gemeinsamen Auffassung.... ;-)
Die drei Hunde sind binnen weniger Tage zu einem eingeschweißten Team geworden. Cody vergöttert seine Mädels, und diese kümmern sich - jede auf ihre Weise - einfach großartig um das Irrwischli. 
Prinz Piet (unser Kater, siehe nachfolgend) hingegen ist eindeutig der Meinung, EIN Mann im Haus hätte vollkommen genügt. Er beäugt Cody entsprechend misstrauisch und arbeitet erkennbar an einem Plan, dieses Wuslon wieder aus dem Haus und aus dem Garten zu befördern. Ich befürchte nur, da hat er die Rechnung ohne seine weiblichen Mitbewohner gemacht... die geben den kleinen Codybären nämlich nicht wieder her. Aber das ist halt so ein Männerding: es kann nur einen geben und so.... 
Doch Pieti wird schon noch merken, dass ihm Verstärkung gegen die geballte Frauenpower im Haushalt nicht schadet....  ;-)

Piet Knopf


Gerne auch: Prinz Piet .... schließlich ist man ein Kater und möchte entsprechend hofiert werden.
Im Februar 2021 bei kältestem Winterwetter und eisigen Temperaturen fand Caatje bei uns am Gartenzaun hinten raus zur großen Weide ein halbverhungertes schwarzes Bündel Fell, das bei unserem Anblick deutlich sagte: GEHT WEG! IHR SEID DOOF!
Nun, Caatje wäre nicht Caatje, das Ännchen nicht die Krankenschwester und ich nicht ich, wenn wir nicht mit vereinten Kräften und schnell bei Nachbars besorgtem gutem Katzenfutter den jungen Mann davon hätten überzeugen können, dass wir SO doof nicht sind und es sich lohnt, sich vorsichtig aus der Deckung zu wagen. 
Um es kurz zu machen:
Der namenlose Kater wurde auf Piet Knopf getauft, aufgepäppelt und dem Tierarzt vorgestellt. Geimpft, entwurmt und einem gründlichen Checkup unterzogen, hätte er - nun gut genährt -  nach ein paar Tagen wieder seiner Wege gehen können. 
Doch er hat anscheinend beschlossen, bei uns im Haus zumindest vorübergehend sein Basislager aufschlagen zu wollen, und von dort, angemessen versorgt mit allen Annehmlichkeiten eines prinzlichen Lebens (reichlich Futter, warmes Bett, Streicheleinheiten und Bespaßung), seine Streifzüge durch die umliegenden Gärten und Wiesen zu starten.
Ob er sich dauerhaft unserem Haushalt anschließen möchte, bleibt der Entscheidung des jungen Mannes überlassen. Wir drei freuen uns derweil alle sehr, dass er den Jahren eines Daseins ohne Katze im Haus ein Ende bereitet hat, und sind seiner prinzlichen Hoheit gern auch langfristig zu Diensten. Wir haben ja auch sonst nichts zu tun......     :-)

Update: Prinz Piet hat sich selbst zu KING Piet gekrönt und thront nun sehr zufrieden an der Spitze unseres Hausstandes (und vorzugsweise in Caatjes Nest). Eigentlich hätte das hier gar nicht mehr erwähnt werden müssen - war irgendwie ohnehin klar   ;-)
Aber der Vollständigkeit halber sei es nun ergänzt, um dem königlichen Protokoll Genüge zu tun.

Sidan


Mein Käpt’n Blondbär, mein Sidi, mein Bärlibär, der Opilie.... der Hund mit den 1000 Kosenamen und einem Leben wie ein Abenteuerroman. 
Dieser großartige Hovawart-Rüde kam im Oktober 2014 in seiner Lebensmitte zu mir wie ein Urknall. Er hatte viel erlebt zuvor, nicht sehr viel Schönes, soweit ich das noch in Erfahrung bringen konnte. Der Mensch hatte ihn enttäuscht, verletzt und zuletzt dann abgeschoben.
Wir beide hatten es zu Beginn auch nicht leicht miteinander. Ich wusste so gut wie nichts von diesem Hund und wir mussten uns zusammen ganz vorsichtig erarbeiten, was wie geht für Sidi und was ihm Schwierigkeiten bereitet. Er hatte einen großen Sack voller Fragezeichen aus seinem alten Leben mitgebracht. Es war daher zunächst ein holperiger Weg, den wir zusammen gehen mussten, aber im Verlaufe dieser Strecke hat dieser unglaubliche Hund trotz all seiner schlechten Erfahrungen, all seiner Vorbehalte und Ängste, entschieden, sich noch einmal einem Menschen voll und bedingungslos anzuvertrauen: Ich wurde seine Freundin. Sidi schloss mich und alles, was zu mir gehörte, unwiderruflich in sein Herz und verwahrte es dort, bereit, es im Zweifelsfall auch zu verteidigen.
Sidan lernte nie das klassische Gehorsam, er machte keinen Hundesport und kein Mantrailing; er war einfach da, immer ganz dicht bei mir, gerne mit Körperkontakt, mein ständiger Schatten.
Und er war genau da auch genau richtig. Angekommen. Er hatte seinen Platz im Leben gefunden.
Mein Opilie hat den kleinen Wirbelwind Caatje mit einer ungeheuren Ruhe und Konsequenz durch die wilden Welpenmonate und die Jugendzeit bis ins frühe Erwachsensein geführt. Die Jungspundin hat in ihren ersten zweieinhalb Lebensjahren so viel von dem weisen alten Rüden lernen dürfen.
Im Dezember 2020 indes ließen seine Kräfte nach; kurz vor Weihnachten war es für den Blondbären Zeit zu gehen - und Sidan ist gegangen. In Ruhe und Würde und mit all meiner Liebe auf dieser seiner letzten Reise. Er fehlt mir. Unglaublich. Worte vermögen es nicht auszudrücken. 

Danke für das Geschenk Deiner Freundschaft, mein geliebter Käpt’n Blondbär.

Carlotta

Mein Lottchen, Lottilie, die Knallbüchse der Nation, der Klassenclown mit immer und nie versiegender guter Laune.
Am 05. Mai 2009 wurde sie als Nichte meiner Rübe (siehe unten) in Rendsburg als "Carlotta vom Kanalufer" geboren, als einer von zwei Welpen und einzige Hündin. Schon in ihrer Zeit bei Mama Daika und Bruder Carlsson war schnell klar: diese junge Dame lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen und hat auch keinerlei Hemmungen, das sehr deutlich zu zeigen. Lotti wäre noch nicht einmal ansatzweise auf die Idee gekommen, dass sie nicht der Nabel der Welt sein könnte. 

Diese Weltanschauung wurde indes von jetzt auf nun auf den Kopf gestellt, als sie zu ihrer damals knapp 7jährigen Tante Donje (siehe unten), also zu uns, zog. Donje war eine Hündin, die ohne jeglichen Anflug von Aggression in sich ruhte und es nur durch ihre pure Anwesenheit auf dem Hundeplatz schaffte, dass alle anderen "ehrfürchtig in die Knie gingen". Sie war eine Grande Dame ohne Allüren, eine Hovawarthündin von unglaublich feinem, klaren Wesen, die es nie in ihrem Leben nötig hatte, ihre Position ruppig zu klären.
Und dann kam das Lottchen: dessen erste Aktion war, die Rübe beim langsamen Zelebrieren des Mittagsmahls darauf hinweisen zu wollen, dass sie selbst auch mal einen Blick in deren Napf werfen wolle - ihr eigener war dummerweise schon leer. Mit dem Wissen um das sichere Wesen meiner alten Hündin habe ich mir das folgende „Schauspiel“ angeschaut: 
Donje guckt seeehr streng, Lotti stratzt weiter auf den Napf zu - Donje hebt leicht eine Lefze, Lotti ömmelt weiter stracks Richtung begehrter Futterquelle - Donje gibt einen leise grummelnden Ton von sich - Lotti stupst frech fast mit der Nase an den noch gut gefüllten Napf.... Und dann liegt sie ganz plötzlich wie am Spieß schreiend rücklings auf dem Rasen und von hoch über ihr stehend schaut die Rübe ruhig auf den Zwerg herunter und sagt leise: NEIN! Ein für allemal NEIN! 
Geht wieder zu ihrem Napf und frisst in aller Ruhe weiter....
Lotti rennt wie von der Tarantel gestochen quiekend ins Haus, die Nachbar sind nahe dran, den Tierschutz zu rufen, aber: dem kleinen Hund ist absolut nichts passiert. Kein Haar wurde gekrümmt, keinen Kratzer hat die Knirpsin abbekommen. Nur der Lack von Lottis vergoldetem Selbstverständnis hat sich ein wenig eingetrübt - und das war auch gut so.
Carlotta hatte ab dem Zeitpunkt in Donje die perfekte Lehrerin gefunden. Die Rübe hat Carlotta ins Hundeleben eingewiesen, ihr Regeln und Benimm nach hündischer Art beigebracht. Die beiden waren ein Dreamteam, das leider viel zu früh und viel zu schnell durch die Unwägbarkeiten des Lebens aufgelöst wurde: im Januar 2011 starb Donje an einem bösartigen Mammatumor, den auch eine Operation nicht hatte eindämmen können, der in beängstigender Geschwindigkeit in viele Körperteile gestreut hatte.
Es war danach eine schwierige Zeit, gerade für eine junge Hündin, der die hündische Leitfigur unerwartet abhanden gekommen war. 
Lotti besann sich aber in der Folgezeit auf ihre Selbstheilungskräfte und wurde wieder die fröhliche, ulkige und sehr von sich überzeugte Hündin, die von allen anderen Hunden nicht weniger erwartete, als dass diese ihr bitte untertänigst die Aufwartung machen sollten. Dann ließ sie sich auch zu einer kurzen Kontaktaufnahme herab. Aufdringliches Abschnuppernwollen ohne die gebotene Demut wurde jedoch mit entsprechendem Unmut quittiert. Kurz: Lotti hatte es nicht so mit Hunden...
Ganz im Gegensatz dazu liebte sie Menschen. Menschen waren einfach toll. Alle.
Zu Lotti und mir gesellte sich bald das Ännchen (siehe oben) und ein neues Dreamteam entstand - nur ganz anders als zuvor mit der Rübe: Lotti marschierte nun vorneweg und gab den Ton an und Ännchen folgte ihr auf der Pfote und sagte: Klar, Du hast wie immer Recht.... das mit dem Rechthaben hatten die beiden nämlich sehr schnell untereinander geklärt.  
Da Lotti immer genau da war, wo ich war, gab es uns nur noch als Trio infernale. 

Auch Lottilie machte wie Caatje ihre BH als Tagesbeste. Der Leistungsrichter staunte am Ende: „Nicht nur dass die Frau (also ich) zwei Hunde an einem Tag bei der BH vorführt  (Ännchen machte am gleichen Tag erfolgreich die Prüfung), nicht nur, dass sie den einen Hund rechts führt (Lotti wurde von mir rechts geführt, Ännchen links), nein, der Hund macht auch noch die beste Prüfung des Tages...." .
Mein Lottilie hätte alles gemacht, damit es mir gut ging. Sie war ein echter Fan von guter Laune. 
Lotti war ein Teil von mir. Sie hat mich ergänzt wie das Yin das Yang.

2014 dann kam der Sidi-Bär (siehe oben) noch zu uns und damit war das Quartett komplett. Mehrere Katzen gab es im Übrigen auch noch dazu. 

Viele tolle Jahre lief es wirklich super für uns... 

Dann wurde Lotti krank. Kurz nach ihrem 8. Geburtstag in 2017 bekam sie die Diagnose "Degenerative Myelopathie" (DM), nachdem sie - sich einer Behandlung verweigernde - Ausfallerscheinungen an einem Hinterlauf über geraume Zeit gezeigt hatte. 

Mit diesem Zeitpunkt änderte sich bei uns nahezu alles, nur Lottis gute Laune nicht. 

Sie kämpfte auf die ihr eigene nicht unterzukriegende fröhliche Weise gegen alle zunehmenden massiven Einschränkungen durch die Erkrankung und zeigte der DM, so lange es ihr möglich war, den Stinkefinger......

Ich selbst bin in dieser Zeit durch die Hölle gegangen, habe gekämpft, das komplette Leben und Schlafen der Haushaltsgemeinschaft ins Erdgeschoss des Hauses verlegt, Lotti frühzeitig an den für sie angefertigten Rollwagen gewöhnt und doch immer gehofft, dass wir ihn nie brauchen würden. Dass ein Wunder geschieht, dass die Diagnose falsch war, dass DM/DM nicht der Untergang ist, dass wir noch viele Jahre zusammen haben, dass Lotti und ich der Erkrankung den doppelten Stinkefinger zeigen.... 
Es hat nichts genützt: es kam die Zeit für den Rollwagen, was tatsächlich eine Freude für Lotti und Ännchen war, denn plötzlich war Lotti draußen wieder irre schnell und ist mit dem Ännchen um die Wette gerast. Nur ihr Wendekreis war halt größer. Drinnen hingegen konnte sie nichts mehr. Ein schlaffer Sack Hund ohne Kontrolle über seinen hinteren Körper, aber mit einem klaren Geist wie eh und je, fröhlich, stets gut gelaunt und immer noch unangefochten erster Hund im Haushalt. 

Und dann kam der Tag, an dem Lotti mir das Zeichen gab, um das ich sie gebeten hatte. 
Wir machten alle vier zusammen noch eine schöne, langsame, letzte Buttermoorrunde mit ganz viel Spaß und ganz vielen Pausen in der ersten Frühjahrssonne 2018. 

Am Nachmittag des 23. April, 14 Tage vor ihrem 9. Geburtstag, ist mein Lottchen mit dem Kopf auf meinem Schoß, einem breiten Lachen im Gesicht und vielen Tränen von mir auf ihrer Nase zur Rübe hinüber gelaufen...

Mein Lottilie, mein Lieblings-Freak, Du warst und bist ein einziges großes Lachen in meinem Herzen, auf immer ein Teil von mir. Du weißt schon: bis zum Mond und wieder zurück und wieder hin und wieder zurück......

Donje

Die Rübe, Donje vom Fehntjer Meer, wurde am 12.06.2002 in Ostfriesland geboren und war mein absoluter Wunschhund.
Zuvor war ich einige Jahre ohne Hund, ja sogar ganz ohne Tier gewesen, aber das sollte auf keinen Fall so bleiben. Ich hatte immer schon den Traum von einem Hovawart gehabt, und 2002 war es dann endlich soweit: am 08.08. zog Donje bei mir ein und bekam wegen ihrer lustigen Art, Mohrrüben zu fressen, bald den Kosenamen RÜBE. 
Sie machte es mir als "Ersttäter" beim Hovawart sehr leicht, denn sie war eine Hündin ohne Fehl und Tadel. Ihre Erziehung gelang mir vollkommen ohne Probleme: die Rübe war führig, arbeitete mit Begeisterung, war bar jeglicher Aggression und bereit, einfach alles für ein Lob von mir zu geben. Sie war eine unglaublich starke Persönlichkeit, mit großer Grandezza und trotzdem absolut ohne Allüren. Sie war immer und jederzeit freundlich zu Mensch wie Tier, wobei andere Hunde allein durch ihre Präsenz stets sehr beeindruckt waren. 
Wir beide brauchten später nicht viele Worte miteinander; es war ein blindes Verstehen, ein absolutes Vertrauen.
Die Rübe war mein Fels in der Brandung in einer turbulenten Lebensphase - eine Aufgabe, die manch anderen Hund schlicht überfordert hätte. Im Rückblick betrachtet war es eine Zumutung von mir, ihr das aufzubürden. Aber auch das hat sie mit der ihr eigenen Kraft und Gelassenheit gemeistert: sie war ein unglaublicher Hund.
Kurz nach ihrem 8. Geburtstag wurde ein bösartiger Gesäugetumor bei Donje festgestellt, der umfänglich entfernt wurde. Leider kehrte der Krebs - wie leider zu erwarten gewesen war -  zurück und streute binnen kürzester Zeit in diverse Teile des Körpers. Eine zweite anberaumte Operation am 12.01.2011 zeigte das ganze Ausmaß der Streuung und es war klar, dass die Rübe auch unter starker Schmerzmedikation damit auf keinen Fall würde weiterleben sollen und können. Sie schlief in meinen Armen auf dem OP-Tisch aus der Narkose "hinüber".
Die Trauer über Donjes Tod hat mich fast erstarren lassen. Zu meinem Glück war Lotti da, um die ich mich besonders kümmern musste.

Die Rübe hat ohne Frage ein Denkmal verdient. 
Sie hat nie große Preise auf Schauen gewonnen, keine Pokale im Hundesport erhalten - sie war "einfach nur" eine Hovawarthündin, die immer, vorbehaltlos und ohne jemals an mir zu zweifeln, obwohl es viele Gründe dazu gegeben hätte, an meiner Seite war, Tag und Nacht. Die für mich durch manches Feuer gegangen ist. Die mir meine Fehler, ohne zu zögern, verziehen hat. Die einfach immer da war. Die mein Vertrauen in sie nie enttäuscht hat. 
Das ist so viel mehr als alle Auszeichnungen dieser Welt....

Meine Rübe, auch wenn Du nicht die Mutter der Welpen vom Buttermoor werden konntest, so ist doch meine Erinnerung an Dich der Grundstock dieser Zucht. Du bist die gedankliche Ur-Mutter aller Hovawarte hier und die Welpen sind damit das Denkmal für Dich, wie Du es verdient hast.